Die Geschichte von Konzen

Der geschichtsträchtigste Ort des ganzen Monschauer Landes ist Konzen, dessen frühester Name Compendium, das bedeutet Treffpunkt oder Abkürzung, auf eine spätestens römische Erstbesiedlung hinweist. Hier stand einer jener karolingischen Königshöfe, die König Arnulf von Kärnten 888 bestätigte, abgabepflichtig mit dem Neunten an das Aachener Marienstift. Konzen ist Ausgangspunkt der Christianisierung wie der Besiedlung des Monschauer Landes. Hier wurde das erste christliche Gotteshaus errichtet. Davon ist heute noch der damalige Chorraum als Pankratiuskapelle erhalten. 1160 wurde eine größere Kirche erbaut, weil die alte Kirche zu klein geworden war. Der Grundriss dieser Kirche ist bis heute erhalten, also etwa 800 Jahre alt. Aus dem 12. Jahrhundert stammt auch noch das romanische Taufbecken, welches sich noch heute im umgestalteten  Chorraum befindet.

Darüber hinaus war Konzens Bedeutung auch auf weltlichem Gebiet lange Zeit hindurch größer als die der Altstadt Monschaus. Hier war der Gerichtssitz des Monschauer Landes, hier war auch der Sitz der Forstverwaltung für die riesigen Waldungen zwischen Aachen und Düren. 1952 wurde ich durch den 2. Weltkrieg zerstörte Kirche wieder aufgebaut und in Nordrichtung erweitert. Als 2013 die alte Heizung erneuert werden musste entschloss sich der Kirchenvorstand, die Kirche für ca. 1 Million Euro wieder zu verkleinern und riss den Nordflügel wieder ab. Hierhin kam ein Lagerraum und einPfarrsaal, der sich dem Kirchenraum öffnen ließ. Das Pastorat und das Jugendheim wurden verkauft und der alte Chorraum wurde wieder in Funktion gebracht. 2015 wurde die verkleinerte Kirche wieder in Betrieb genommen.  Zur Weihnachtszeit wurde  früher in der Taufkapelle eine von weither besuchten Eifeler Krippenlandschaft gebaut. Diese wurde dann ab 2015 in den daneben liegenden Pfarrsaal verlegt. Der Abriss der unter viel Mühen wieder aufgebauten historischen Kirche und die Verkleinerung  hinterließ im Dorf eine stark zweigeteilte Meinung.

Das saubere, mit vielen Grünanlagen geschmückte Dorf wurde mehrfach im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet.

Seit 2008 ist Konzen der Einwohner stärkste Ortsteil im Ensemble der Ortsteile der Stadt Monschau, was auf verschiedene Bebauungsmaßnahmen zurück zu führen ist.

Ein reges Vereinsleben hat schon vorzeigenswerte Projekte wie Turnhallenerweiterung, historische Beschilderung, Restauration eines Meilensteins, Bau eines Sportparks, Bau eines Turms auf der Hohe als Eifelblick oder eines Musik- und Kulturzentrums (MUK) hervorgebracht.



Vereinsgeschichte des Heimatvereins

Das Gründungsdatum des Vereins zur Pflege kultureller und dorfgeschichtlicher Zwecke e.V. stand in engem Zusammenhang mit der 1100 - Jahr - Feier des Ortes Konzen im Jahr 1988. In den Vorbereitungsplanungen wurde 1987 beschlossen, dass über Konzen anlässlich dieses Jubiläums ein Buch herausgegeben werden sollte, welches die Geschichte des Ortes Konzen ausführlich und fundiert darstellen sollte. Durch das Planungskomitee wurden Hans Steinröx und Manfred Huppertz beauftragt, ein Buch über die 1100 Jahre Konzen anzufertigen. Reimund Palm erhielt die Aufgabe, einen Anhang über die Vereine zusammen zu stellen. Da man auch auf Zuschüsse hoffte, wurde die Idee geboren, zu diesem Zwecke einen Verein zu gründen, der dann als gemeinnütziger und eingetragener Verein Zuschuss fähig sein sollte. Auch die Finanzierung des Buches sollte über die Vereinskasse abgewickelt werden. Nach den Feierlichkeiten sollte der Verein dann wieder aufgelöst werden.

Josef Henn, der Ortsvorsteher, wurde 1. Vorsitzender des daraufhin im Jahre 1987 gegründeten Vereins.

Das 1100-Jahrbuch wurde ein solcher Erfolg, dass eine zweite Auflage gefertigt werden musste. Die Feierlichkeiten dauerten über das ganze Jahr 1988. Alle Feste und Ereignisse waren auf dieses Jubiläum abgestimmt.

Als sich dann der Vorstand 1989 noch mal traf, wurde beschlossen, den Verein nicht auf zu lösen, sondern ihn gleichsam ruhend weiter zu führen, auch um eventuell weitere Projekte, die bezuschusst werden konnten, hierüber abzuwickeln.

Als Josef Henn 1990 starb, übernahm der neue Ortsvorsteher Otto Theißen den Vorsitz. 2003 wurde dann Manfred Huppertz neuer Vorsitzender. 1991 fasste der Vorstand den Beschluss, den Verein wegen des etwas komplizierten Namens in Heimatverein um zu benennen. Der alte Name sollte im Kopf als Untertitel beibehalten werden.


Die wesentlichen Veranstaltungen des Heimatvereins sind zwei Film- und Diaabende im Jahr, ein Ausflug in ortsnahe Kulturstätten und ein jährlich Treffen der über 90-jährigen. Im Jahre 2000 wurde ein Dorfarchiv (Siehe nächster Abschnitt!) eingerichtet, in dem Bilder und Dokumente aus dem Dorfleben gesammelt und archiviert werden. Derzeit besteht der Verein aus 220 Mitgliedern, davon 28 Kinder und Jugendliche. (GV 2009)

 

 

 

Anschrift:


Heimatverein Konzen e.V.
Hohe Straße 26

52156 Monschau-Konzen
    
Beschreibung:
Verein zur Pflege kultureller und dorfgeschichtlicher Zwecke e.V.



Beitrittserklärung
Sollten Sie den Heimatverein Konzen unterstützen wollen, haben Sie hier die Möglichkeit für 5,00 € jährlich Mitglied zu werden.
Beitrittserklärung 3_2016.pdf
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Beitrittserklärung für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre
Wenn Kinder oder Jugendliche Interesse an der Arbeit des Heimatvereins haben, können sie beitragsfrei bis 25 Jahre Mitglied werden.
BeitrittKinder.doc
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manfred-huppertz@freenet.de Manfred Huppertz, 1. Vorsitzender
theo.steinröx@t-online.de Theo Steinröx 2. Vorsitzender
USchmitzKo@aol.com Udo Schmitz, Geschäftsführer
heinz.Kreitz@online.de Heinz Kreitz, Kassierer
Sabine Jacobs, Beisitzerin: Kinder und Jugend
silke.johnen.stoffels@t-online.de Silke Johnen, Beisitzerin: Kinder und Jugend
Thomas Karst; Kinder und Jugend

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